Wie gestalten Unternehmen die digitale Zukunft in Sachsen-Anhalt?
Erstes „Digitalisierungsfrühstück“ des Netzwerks NanoMikro Sachsen-Anhalt am 12.12.2017 in der Stiftung Bauhaus Dessau zeigte Neugier, Bedarfe und entwickelte neue Kooperationen Richtung 3D

Stehen wir mit der Digitalisierung noch vor der vierten industriellen Revolution? Oder sind wir schon mittendrin, in einer Transformation der Industrie? Wenn der Werkstoff digital wird, welche Möglichkeiten ergeben sich für Unternehmen dabei? Und welche Anforderungen ergeben sich im Rahmen der Fertigung, aber auch für die interne Mitarbeiterführung, Richtung Qualifizierung, Organisation,  Change-Prozesse?

Zu diesen Fragen tauschten sich am 12.12.2017 über zwanzig Unternehmen und Forschungseinrichtungen beim ersten „Digitalisierungsfrühstück“ in der Stiftung Bauhaus Dessau aus. Organisiert und koordiniert wurde die Veranstaltung durch das NanoMikro-Netzwerk Sachsen-Anhalt, das seit Anfang 2017 vom Landesministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung gefördert wird, um insbesondere Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken, Leitmarktbezogene Arbeitsfelder zu verknüpfen und darüber konkrete Geschäftskooperationen zu stiften.

Hans-Joachim Hennings, Abteilungsleiter für „Innovation, Wirtschaftsförderung und Digitalisierungsprojekte“ am Landesministerium Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, begrüßte die Teilnehmer*innen und führte zunächst in die Digitalisierungsstrategie des Landes ein. Im Sinne der Digitalen Agenda umfasst hier die Digitalisierung die umfassende und interdisziplinäre Umgestaltung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen durch IT, d.h. rechnergestützte Informationsverarbeitung, -speicherung, -vernetzung in allen Bereichen der Gesellschaft, die sowohl Individuen, soziale Gruppen als auch Geschäftsmodelle betreffen.

Professor Ralf B. Wehrspohn, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle und Co-Initiator des NanoMikro-Netzwerkes,  gab einen Einblick und  Impuls zum Materials Data Space der Fraunhofer Gesellschaft und der Bedeutung der „digitalen Zwillinge“ von Werkstoffen im Wertschöpfungsprozess für Unternehmen. Denn Digitale Zwillinge können die gesamte Prozesskette produzierender Unternehmen unterstützen, ihr Einsatzspektrum beginnt weit vor dem ersten Produktionsschritt. Schon während des Produktentwicklungsprozesses kann mit ihrer Hilfe sichergestellt werden, dass die Produktionsanlagen eines Unternehmens das neue Produkt auch fertigen können. Und digitale Zwillinge im Prozess können immer wieder zu Rate gezogen werden, wenn es Reklamationen im Fertigungsprozess gibt.

Spannend war auch ein neues Beteiligungsangebot vom Fraunhofer Institut IMWS für eine neue „3D-Druckerfarm“ als Open Space-Angebot in Halle. Diese  soll regionalen Unternehmen mit Interesse und Bedarf an generativen Fertigungsverfahren zur Verfügung stehen, dazu wurden im Rahmen des Digitalisierungsfrühstücks konkrete Bedarfe ermittelt.

Auf Einladung des technischen Geschäftsführers der Pergande Gruppe Dr. Mirko Peglow wird das nächste Businessfrühstück zur Digitalisierung voraussichtlich am 12.4.2018 bei der IPT-Pergande Gesellschaft für Innovative Particle Technology mbH stattfinden, die mit ihrem integrierten Assistenzsystem „digitale Erfolgsgeschichte“ aus Sachsen-Anhalt schreiben.

Wir laden Sie herzlich ein, an unserer Bedarfsabfrage für das 3D Open Space am Fraunhofer IMWS teilzunehmen. Laden Sie sich den Fragebogen hier herunter und senden Sie an ausgefüllt per E-Mail an uns zurück.

Weitere Informationen zum 3D-Druck hält das Bundesministerium für Bildung und Forschung für Sie in einer Broschüre zur Additiven Fertigung bereit, die Sie sich hier herunterladen können.

Save the date: Merken Sie sich gern den 12. April 2018 für die nächste Ausgabe des Businessfrühstücks zur Digitalisierung vor. In den Räumen der IPT Pergande GmbH werden wir die Thematik Datenauswertung/IT-Sicht auf Digitalisierung fokussieren.